Mundhygiene und professionelle Zahnreinigung in Bonn

Mundhygiene ist Dreh- und Angelpunkt für die Gesundheit. Gesundes Zahnfleisch und saubere Zähne sind nicht nur die beste Vorsorge für den Erhalt Ihrer Zähne, sie haben auch Auswirkungen auf den allgemeinen Gesundheitszustand. Zahnfleischentzündungen belasten das Immunsystem und können sogar das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall erhöhen. Es lohnt sich also, die Mundhygiene zu optimieren.

 

Mundhygiene und Mundgesundheitsmanagement in Bonn

Mundhygiene

Stoffwechselprodukte der Bakterien und verbliebene Essensreste sorgen für die sogenannte Plague, die die Grundlage für krankhaft vergrößerte Zahnfleischtaschen bildet. Folgen dieser als Parodontitis bezeichneten Systemerkrankung können Rückbildung des Zahnfleischs, Lockerung bzw. Verlust von Zähnen und durch die große Belastung des Immunsystems auch Stoffwechselerkrankungen wie Gicht oder Rheuma sein. Auch das Verschlucken der Keime kann zu Darmerkrankungen führen, und gerade junge Frauen sollten wegen des erhöhten Risikos einer Fehlgeburt ihre Mundhöhle untersuchen lassen.

 

Wissenschaftlich fundierte Untersuchung
des Zahnfleisch­zustandes

Wir nutzen hauptsächlich den therapeutischen Ansatz der Unterstützenden Parodontitis-Therapie kurz UPT, da die Professionelle Zahnreinigung (PZR) eine rein prophylaktische Maßnahme ist.
Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie hier → UPT – PZR

Wir beraten Sie ausführlich über die verschiedenen Therapiemöglichkeiten, die für Sie am besten geeignet sind, um schonend und langfristig Ihre Mundhygiene zu optimieren und so Ihren gesamten Gesundheitszustand zu verbessern.

 
Mundhygiene

Parodontitis - Oft ein Grund für unschöne Zähne

10 Fragen zu Parodontitis

Die Parodontitis ist eine der häufigsten Erkrankungen des Zahnapparates und wird umgangssprachlich oft auch als Parodontose bezeichnet. Verursacht wird sie durch eine bakterielle Infektion, die unbehandelt zu Zahnverlust führen kann. Die Symptome sind anfangs eher unauffällig und entwickeln sich schleichend, weshalb die Krankheit leider oft erst spät erkannt wird. Meist wird die Parodontitis erst im Alter von 40 bis 50 Jahren diagnostiziert.

Anfangs tritt eine Entzündung des Zahnfleischs auf, es ist gerötet und geschwollen, verbunden mit Zahnfleischbluten. Ein veränderter, etwas süßlicher und sehr spezieller Mundgeruch kann wahrgenommen werden, der ein Hinweis auf eine bakterielle Infektion sein kann.
Zusätzliche sichtbare Symptome sind Veränderungen am Zahnfleisch: Es ist rot, uneben, schlaff. Manchmal entstehen Abszesse im Zahnfleisch. Spätsymptome sind lockere Zähne oder Zahnausfall.

Mangelnde Zahnpflege und ungenügende Mundhygiene sind wohl die häufigsten Ursachen, da sich so ungehindert Bakterien einnisten können. Hinzu kommen aber auch mechanische Reize, wie unpassender Zahnersatz, Kaufunktionsstörungen und andere Faktoren, die mit dem Zahnhalteapparat nicht direkt etwas zu tun haben: allgemeine Stoffwechselstörungen und -erkrankungen (z. B. Diabetes mellitus), Störungen des Immunsystems (AIDS), Stress, Rauchen, unausgewogene Ernährung, erbliche Veranlagung.

Nach eingehender Anamnese überprüfen wir das Zahnfleisch und achten besonders auf erhöhte Blutungsneigung und Plaque. Im Anschluss untersuchen wir die Zahnfleischtaschen mit einem speziellen Instrument (Florida-Probe), mit dem wir Tiefe, Verortung und Stärke der Entzündungen genau feststellen können. Der sogenannte Parodontale Screening Index (PSI) gibt Aufschluss über den Fortschritt der Erkrankung (0 = gesund bis 4 = schwere Parodontitis).

Ja, zum Beispiel kann man mit einem Speicheltest die Art der Bakterien bestimmen, die sich in den Zahnfleischtaschen eingenistet haben und den Mundraum besiedeln. Eine Röntgenaufnahme hilft herauszufinden, ob der Kieferknochen entzündet ist und ob dies schon zu Knochenschwund geführt hat. Mithilfe der Röntgenbilder lassen sich auch mögliche Ablagerungen unter dem Zahnfleisch erkennen sowie überstehende Kronenränder. Auch zur Beurteilung, welche Therapie eingesetzt wird oder ob der Zahn eventuell sogar entfernt werden muss, ist das Röntgenbild notwendig.

Parodontitis ist eine hartnäckige Erkrankung, die gern zurückkehrt und erneut Schäden im Gewebe des Betroffenen verursacht. Wenn eine Parodontitis frühzeitig erkannt und behandelt wird, ist die Prognose günstig. Je länger sie aber unbemerkt und unbehandelt bleibt, desto höher ist das Risiko eines Zahnverlustes und anderer Folgeschäden. Eine optimale Mundhygiene und Zahnpflege können ein Wiederauftreten der Parodontitis verhindern sowie natürlich regelmäßige Kontrollen beim Zahnarzt.

Bei der Parodontitis reicht es nicht, nur die Beschwerden zu lindern, sondern es müssen auch die Auslöser eliminiert werden. Folglich gliedert sich die Therapie in folgende Schritte:
1. Prävention: Informations-, Motivations- und Hygienephase
2. Parodontitisbehandlung: antiinfektiöse Behandlung, d. h. Tiefenreinigung aller Wurzel- und Zahnoberflächen
3. Nachsorge- und Kontrollphase

Als Erstes werden die Zahnfleischtaschen gereinigt. Im Anschluss werden die Bakterien entfernt, die sich auf dem „Biofilm“ befinden, indem man eine Wurzelglättung, also eine Tiefenreinigung vornimmt. Diese Tiefenreinigung geschieht unter örtlicher Betäubung und beinhaltet das Reinigen, Glätten und Polieren der Wurzel, sodass Zahnbelag an der glatten Oberfläche schlechter haften kann.
Eine im Anschluss folgende laser- oder fotodynamische Therapie kann eine zusätzliche desinfizierende Wirkung erzielen, die sogar kleinste Bakterienreste eliminiert. So kann eine erneute Entzündung hinausgezögert oder sogar beseitigt werden. Sind die Bakterien besonders aggressiv, können Heilmittel eingesetzt werden. Diese werden in Tablettenform verabreicht oder lokal eingesetzt.

Einen guten Schutz vor Parodontitis bietet eine konsequente und ordentliche Mundhygiene. Zusätzlich sollten Zahnstein und Plaque regelmäßig durch eine professionelle Zahnreinigung entfernt werden. Auch haben Nicht-Raucher ein wesentlich geringeres Risiko, an Parodontitis zu erkranken.

Durch die „nicht sichtbare“ und anfangs kaum spürbare Wunde zwischen Zahnfleisch und Zahnwurzel gelangen oft über einen längeren Zeitraum Bakterien in die Blutbahn und können weitere Entzündungen auch fernab der Mundhöhle erzeugen.
Verschiedene Studien haben gezeigt, dass das Risiko eines Herzinfarkts und Schlaganfalls bei Parodontitis-Patienten bedeutend höher ist. Auch negative Auswirkungen auf den Verlauf von Schwangerschaften, Diabetes und Atemwegserkrankungen konnten nachgewiesen werden.

Fundierte Beratung

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